Star Wars Episode III – Revenge of the Sith

Star Wars Episode III Poster
Star Wars Episode III – Revenge of the Sith

Endlich habe ich gestern den 3. Star Wars gesehen. Ich fand im Gegensatz zu vielen anderen Episode II gut. Und auch Episode I finde ich rückblickend betrachtet sehr gut. Episode I hat die Geschichte gut vorbereitet und ein neues Bild der Jedi gebracht. Die Macht wurde von den Jedi zu der Zeit viel selbstverständlicher benutzt, als von Luke, der einfach in der Hinsicht nicht perfekt trainiert war. Sein Training war zu spät und nicht permanent von einem Jedi-Meister begleitet, vom dem er hätte lernen können was für Möglichkeiten des Machteinsatzes es gibt. In Episode II wird sehr gut Anikans Arroganz und Frustration eingeleitet. Er fühlt sich von Obi Wan zurückgesetzt und bekommt durch den Tod seiner Mutter große Verlustängste, die ihn schließlich zur dunklen Seite führen werden. Das ist genau, was von den Jedi immer vorhergesagt wird, Angst – auch die jemanden zu verlieren – ist der Weg zu Hass und Zorn und damit zur dunklen Seite. Deswegen ist die starke Bindung an eine bestimmte Person – Anikans Liebe zu Padme – von den Jedi nicht erwünscht.

Die Beziehung zwischen Anikan und Obi Wan hat sich gebessert, innerhalb des Films sieht Anikan ein, dass Obi Wan sich viel Mühe mit ihm gegeben hat und ihn wichtige Dinge gelehrt hat. Anikan sagte in Episode II trotz seines Ärgers über Obi Wan, dass er wie ein Vater für ihn sei. Dieses Mal spricht Obi Wan über Anikan als „Bruder“. Sie schätzen sich gegenseitig. Und Dennoch, durch die Intrigen von Palpatine – Lord Sidious – verliert Anikan das Vertrauen in den Rat der Jedi und am Ende auch in Obi Wan. Er träumt vom Tod Padmes genauso wie er den Tod seiner Mutter vorhergesagt hat und will sie nicht verlieren. Palpatine erzählt ihm beiläufig von einem Sith-Lord, der Tote wiederbeleben konnte. Anikan möchte mehr erfahren und Palpatine gibt sich als Sith-Lord zu erkennen. Anikan meldet dies dem Rat der Jedi, aber als Meister Windu Lord Sidious gerade besigt hat, greift Anikan ein, da er Angst hat seine einzige Chance zu verlieren Padme zu retten. Er ist in dem gesamten Film in einem Gewissenskonflikt, er glaubt sehr stark an den Kodex der Jedi, kann sich aber nicht gegen seine Gefühle und seine Angst um Padme wehren. Er lässt zu, dass Lord Sidious Meister Windu tötet und wird sein Schüler und somit Darth Vader. Durch Darth Sidius Lügen und Meister Windus Versuch Palpatine zu töten ist Anikan davon überzeugt, dass die Jedi den Senat stürzen wollen und die Republik verraten wollen.

Anikan geht im Auftrag Lord Sidious zum Tempel der Jedi und tötet alle dort verbliebenen Jedi, auch die Jünglinge. Währenddessen gibt Lord Sidious den Klonkriegern der Republik, die an der Seite der Jedi kämpfen, den Befehl die Jedi zu töten. Nur Obi Wan und Joda überleben. Anikan hat den Auftrag die Anführer der Seperatisten (die auch unter dem Befehl von Lord Sidious (Palpatine) kämpfen) zu töten, den er ausführt. Bei allem Bösen, welches er tut, bereut er es noch jedes Mal. Es wird gezeigt, dass immer noch gutes in ihm steckt, wie am Ende von Episode VI gezeigt wird.

Schließlich kommt es zur Konfrontation mit Padme und Obi Wan. Er glaubt Padme nicht, er vermutet ein Komplott zwischen ihr und Obi Wan, und benutzt die Macht um sie zu würgen, wonach sie ohnmächtig liegen bleibt. Obi Wan versucht ihn von seinen Fehlern zu überzeugen, aber es kommt zum Kampf. Nach einem langen Kampf unterliegt Anikan, nachdem Obi Wan ihm die Beine abgeschlagen hat. Die folgende Szene hat mich sehr verwirrt: Obi Wan lässt Anikan brennend neben dem Lavastrom liegen und muss davon überzeugt sein, dass er sterben wird. Wieso bringt er ihn nicht sofort um? Wieso lässt er seinen Freund leiden?

Yoda versucht zur gleichen Zeit Lord Sidious zu besiegen, muss sich jedoch zurückziehen. Er und Obi Wan entscheiden sich für das Exil.

Lord Sidious eilt seinem Schüler Darth Vader zu Hilfe und rettet ihn, jedoch ist er von nun an an die uns wohlbekannte Maske gebunden. Als erstes fragt Anikan Lord Sidious nach Padme, der ihm die Lüge erzählt, dass er sich in seinem Hass getötet hat. Meiner Ansicht nach hat das Anikan endgültig zu Darth Vader gemacht, er hat nicht mehr nur Hass auf andere Leute, er hat eine unendliche Quelle für seinen Hass: Hass auf sich selbst.

Ich finde Episode III hat sehr gut den Bogen zu Epside IV bis Episode VI geschlagen. Anikan hatte Padme geliebt und sich auf seine Kinder gefreut. Deshalb fällt es ihm auch so schwer Luke zu töten, er ist seine Verbindung zu seiner geliebten Frau. Von den Bildern und der Musik wie immer ein Genuss, kann ich Episode III jedem empfehlen, der auch nur ein bisschen Interesse an Star Wars hat. Natürlich sollte man mindestens Episode I und II gesehen haben und ich finde, dass man die Filme sehr gut in der Reihenfolger ihrer Erstellung gucken kann, also Episode IV, V VI, I und II. Viel Spass. 🙂

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Eine Antwort auf „Star Wars Episode III – Revenge of the Sith“

  1. ja lieber jakob,
    ganz so ausführlich werde ich mich hier jetzt nicht fassen. Nebenbei bemerkt: Du hast einen unheimlich miesen Erzählstiel. 😉
    Gleich zu Begin von Episode III war ich hin und weg, als die beiden „einsamen“ Gleiter um das riesige Schlachtschiff rasten und urplötzlich in einer riesigen Schlacht steckten. Atemberaubend dieses Spektakel und genauso ein Augenschmauss wie der gesamte folgende Film.
    Zur Story: Jakob du hast hier ja schon einiges gesagt. Ich muss zugeben, dass ich nicht gedacht hätte, dass die Story den Blick auf den Inbegriff des Bösen „Darth Vader“, welchen dieser in „Krieg der Sterne“ verkörpert, ändern kann. Episode VI zeigt dann aber, dass „Darth Vader“ mehr ist. Das EpisodeIII meinen Blick auf diese Figur, weg von einem Tyranen, hin zu einem armen, missbrauchten und überfordertem Schwein, hätte ändern können, glaubte ich vorher nicht.
    Auch war es vorher (obwohl man es genau wusste) schwer vorstellbar, dass aus Anakin Skywalker Darth Vader hervorgehen sollte.
    Ein paar Kritikpunkte habe ich dann aber doch noch. Padme Amidalas Worte von der „blinden Liebe“ sind zwar überzeugend, dass dies jedoch soweit geht, dass Anakin seine Träume nicht dahingehend analysiert, dass sie ein Werk der Dunklen Seite sind und nur seiner Verführung dienen, ist doch recht unglaubwürdig. Noch unglaubwürdiger erscheint mir das törichte Verhalten des Jedirates, welcher durch seine Politik der Desinformation gegenüber Anakin dessen Vertrauen wegwirft und so mehr denn je die Kontrolle über ihn verliert. das es joda und co nicht bewusst sein soll, dass sie Anakin nur durch Offenheit gewinnen können, sehe ich nicht ein.
    Daher finde ich Padme in EpisodeIII am glaubwürdigsten. Sie handelt Vernünftig, so wie man es von einem Wesen mit klarem Verstand erwartet. Anstatt sich vor ihren Verbündeten zu fürchten, bezieht sie klare Positionen, besitzt Vertrauen und argumentiert sauber. Gegen den Starrsinn ihrer Umgebung hat keines ihrer noch so trefenden Argumente ein Chance.
    Auch der Senatator Palpatine gibt ein gutes Bild ab, was ihm auf Grund seiner immer gleichen Maßnahmen und der Dummheit seiner Gegner jedoch nicht sehr schwer gemacht wird.
    George Lucas hätte hier einen noch besseren Film schaffen können, wenn es ihm gelungen wäre Anakin auf noch geschicktere Art und Weise zur Dunklen Seite der Macht zu locken. Vielleicht muss man aber letztendlich auch die These aufstellen, dass Fehler (und sei es nur ein mieser Kaffee) in unserer Welt nur dann auftreten, wenn irgendwo Menschen versagt haben. George Lucas Episode III würde damit wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen.
    Naja, vielleicht höhere ich jetzt wirklich besser auf hier wirres zeug zu verzapfen und sage noch etwas handfestes:
    mir haben sämtliche schlachtschiffe und flyer verdammt gut gefallen. ihr design bildet eine phantastische brücke zwischen den filmen und vor allem zum 70er-style von E IV bis VI. die klonkrieger passen sich wundervoll ein. sie könnten nicht besser beschrieben werden, als von ihrer Fertigung in einem wilden Ozean bis hin zur Unterdrückung der Galaxis durch eine Armee, deren Rückgrat sie darstellen.

    wie von der gesamten Starwars-Saga, bin ich auch von Episode III ein begeisterter Fan. Schön, dass uns George Lucas mit seinen Charakteren und Kreaturen mit nimmt, in eine solch atemberaubende Welt …

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